Vorbelastet durch das Lynch-Syndrom (ehemals HNPCC - Hereditary Non‑Polyposis Colorectal Cancer), habe ich jetzt bereits 3 Tumordiagnosen erhalten und bekämpft.
Bei den drei bei mir festgestellten Tumoren an Prostata, Dickdarm und Harnwegen besteht ein direkter Zusammenhang mit dem Lynch-Syndrom. Durch diesen Gendefekt ist das Risiko für genau diese Tumorarten im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung statistisch deutlich erhöht.
Ob bei den Gewebeproben im Detail untersucht wurde, inwieweit das spezifische Reparaturgen (bei mir ist es das MSH2 Gen) bei den einzelnen Tumoren tatsächlich gefehlt hat, weiß ich aktuell gar nicht. Es kann gut sein, dass die Ärzte, so wie auch ich, aufgrund meines bekannten Gendefekts einfach von dieser Ursache ausgegangen sind.
Beim Lynch-Syndrom liegt die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens an Dickdarmkrebs zu erkranken, am höchsten – sie beträgt 33 bis 52 Prozent. Bei den Harnwegen liegt das Risiko zwischen 2,2 und 28 Prozent, bei der Prostata zwischen 3,9 und 23,8 Prozent. Diese Spannen sind groß, aber sie zeigen schwarz auf weiß, warum Vorsorge so wichtig ist.

Dies ist ein rein privater Blog, verfasst von mir als Betroffenem. Ich besitze kein medizinisches oder wissenschaftliches Fachwissen – weder zum Lynch-Syndrom noch zu den Tumoren, die mich betreffen. Alles, was ich hier teile, sind meine ganz persönlichen Erfahrungen, meine Gedanken und meine eigene Meinung. Mein Blog ist ein Erfahrungsbericht, kein medizinischer Ratgeber.