catch me

if you can


Mein Leben, meine Regie

In den letzten Jahren hat das Leben ein Skript geschrieben, das ich mir so nie ausgesucht hätte. Doch heute blicke ich darauf zurück und merke: Ich bin nicht nur die Hauptfigur, sondern auch der Erzähler meiner eigenen Geschichte.

Ohne die Schwere meiner Erkrankungen verkennen zu wollen, habe ich mich entschieden, meine Geschichte wie ein Drehbuch zu erzählen – als eine Trilogie, in der jeder Tumor seine eigene Episode erhält. Dass ich mir meinen Humor trotz all dieser harten Prüfungen als treuen Begleiter bewahrt habe, empfinde ich heute als meinen ganz persönlichen Sieg.

"catch me if you can"


Episode II

Prostatakrebs

Ursache Lynch-Syndrom:

1%iges einer Erkrankung bei einem Alter von 49 Jahren


Episode III

Darmkrebs

Ursache Lynch-Syndrom:

34%iges Risiko einer Erkrankung bei einem Alter von 57 Jahren


Episode IV

Nierenbeckenkrebs

Ursache Lynch-Syndrom:

7%iges Risiko einer Erkrankung bei einem Alter von 59 Jahren


Prequel

Gebärmutterhals & Gallenganskrebs

Bei meiner Schwester wurde das Lynch-Syndrom erst nach der Krebsdiagnose festgestellt. Risiko einer Erkrankung liegt zwischen 16 bis 57%!

13. Juli 2026

Harnverhalt Vol. IV

12. Juli 2026

Auslassversuch gescheitert

30. Juni 2026

Erleichterung nach dem MRT

Depression

Abseits der körperlichen Kämpfe forderten auch die Schatten der Seele ihren Tribut: Ein Burnout im Jahr 2014 und eine mittelschwere depressive Episode im Jahr 2022 wurden zu ungebetenen Weggefährten.

Mein damaliger Arbeitgeber unterstützte mich in meiner Situation nicht angemessen. Vielmehr trug er, meiner Einschätzung nach, zu meiner sich verschlechternden psychischen Verfassung bei. Im Folgenden habe ich einige Erfahrungen aus dieser Zeit festgehalten:

Doch während ich Zuflucht in einer langen Auszeit und der Unterstützung von Medikamenten suchte, geschah mit der zweiten Krebserkrankung etwas Erstaunliches: Sie wirkte wie ein radikaler Weckruf. In mir reifte der Entschluss, dem Schicksal mit ungetrübtem Blick entgegenzutreten. Ich legte die schützende Hülle der Antidepressiva ab, um diesen Kampf mit vollster Präsenz und klarem Geist zu führen – ein Weg, der mich letztlich aus der inneren Dunkelheit befreite.