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if you can

Mein Steckbrief
Jan 2009
Diagnose Lynch-Syndrom
Feb 2015
Meine Schwester verstarb mit 50J an Gebärmutterhalskrebs, nur ein Jahr nach Diagnose
Jun 2015
Mein Vater verstarb an Gallengangskarzinom, nur 3 Monate nach Diagnose
Okt 2015
Meine erste Krebsdiagnose (Prostata)
Jul 2023
Meine zweite Krebsdiagnose (Dickdarm).
Okt 2025
Meine dritte Krebsdiagnose (Nierenbecken)
In den letzten Jahren hat mein Leben einen dramatischen Verlauf genommen, welchen ich mir vorher so nie hätte vorstellen könne. Ich war immer gesund und wir hatten keine grossen gesundheitlichen Themen innerhalb der Familie. Happy Life - Happy Family. Doch heute blicke ich auf mein Erkrankungsverlauf zurück und merke: Ich bin nicht nur die Hauptfigur, sondern auch der Erzähler meiner eigenen Geschichte.
Ohne die Schwere meiner Erkrankungen verkennen zu wollen, habe ich mich entschieden, meine Geschichte wie ein Drehbuch zu erzählen – als eine Trilogie, in der jeder Tumor seine eigene Episode erhält. Dass ich mir meinen Humor trotz all dieser harten Prüfungen als treuen Begleiter bewahrt habe, empfinde ich heute als meinen ganz persönlichen Sieg.
Ich betrachte die Welt nicht als unfair und ich frage mich auch nicht "Warum ich?" und "Warum ich schon wieder?". Denn darauf gibt es keine zufriedenstellende Antwort. Stattdessen versuche ich jeder weiteren Erkrankung kämpferisch entgegen zu treten. Was ehrlicherweise nicht immer einfach ist und anfangs auch nicht gleich gelingt. Ich muss jede Diagnose, wie alle anderen auch, erstmal sacken lassen. Erst danach erweckt der Kampfgeist in mir.

Ursache Lynch-Syndrom?
34%iges Risiko einer Erkrankung bei einem Alter von 57 Jahren

Ursache Lynch-Syndrom?
7%iges Risiko einer Erkrankung bei einem Alter von 59 Jahren

Ursache Lynch-Syndrom?
Risiko einer Erkrankung bei meiner Schwester* lag in ihrem Alter von 49 zwischen 16 bis 57%!
* Sie wurde erst nach ihrer Krebsdiagnose auf das Lynch-Syndrom getestet
Abseits der körperlichen Kämpfe forderten auch die Schatten der Seele ihren Tribut: Ein Burnout im Jahr 2014 und eine mittelschwere depressive Episode im Jahr 2022 wurden zu ungebetenen Weggefährten.
Mein damaliger Arbeitgeber unterstützte mich anfangs angemessen, aber nach kurzer Zeit - aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen - zusehends weniger. Die aufgeführten Erklärungen waren erschreckend. Am Ende trug dieser Umstand, meiner Einschätzung nach, zu meiner sich verschlechternden psychischen Verfassung entscheidend bei.
Im Folgenden habe ich einige Erfahrungen aus dieser Zeit festgehalten:
Doch während ich Zuflucht in einer langen Auszeit und der Unterstützung von Medikamenten suchte, geschah mit der zweiten Krebserkrankung etwas Erstaunliches: Sie wirkte wie ein radikaler Weckruf. In mir reifte der Entschluss, dem Schicksal mit ungetrübtem Blick entgegenzutreten. Ich legte die schützende Hülle der Antidepressiva ab, um diesen Kampf mit vollster Präsenz und klarem Kopf zu führen – ein Weg, der mich letztlich aus der inneren Dunkelheit befreite.
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