
30. Juni 2020
Nach fünf Jahren mal wieder in die Röhre gegangen. Einiges an Erinnerungen zum damaligen PSMA/PET Scan sind dabei zwangsläufig wieder aufgekommen.
Aufgrund von Taubheitsgefühlen im rechten Bein, wurde eine MRT Untersuchung veranlasst. Die Sorge das irgendwas vom PCa herrührt sind natürlich gleich aufgekommen. Bei meiner Schwester streute damals der Krebs, welches unter anderem zu erheblichen Probleme am Bein führte. Am Ende war Sie nicht mehr in der Lage zu laufen. Daher die angestrengte Angst bei uns, wenn es mal mehr als nur ein bisschen juckt.
Allerdings hatte ich erst knapp zwei Wochen vorher meinen regulären 3-Monats-PSA-Test gemacht. Dieser zeigte keinen Nachweis von PCa. Insofern war ich etwas unbesorgter, aber Mann weiss ja nie. Und schon die erste Untersuchung beim Orthopäden zeigte beim Röntgen keinen Hinweis auf Knochenmetastasen oder ähnliches was auf PCa zurückzuführen wäre.
Das MRT ist nochmal etwas eindeutiger und zeigte ebenso keine Anzeichen. Das Problem ist insofern auf einen normalen Verschleiß zurückzuführen.
Mal sehen was der Orthopäde zur weiteren Behandlung veranlassen wird, aber es sollte keine große Sachen sein.
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13. Juni 2023
Die Ergebnisse der Gewebeprobe sowie des MRT geben weiterhin keinen Hinweis auf Metastasen - eine sehr gute Nachricht.
Aber ob eine Chemo notwendig wird, lässt sich erst nach der OP beurteilen, nachdem der Pathologe das entfernte Gewebe gründlich untersucht hat. Bei nur einem klitzekleinen Nachweis, wird dann eine Chemo empfohlen.
Für die OP habe ich nun die Wahl nur einen Teilstück des Dickdarms (aufsteigender Teil - rechtsseitige Hemikolektomie) oder aber den kompletten Dickdarm (wahlweise inkl Mastdarm - Proktokolektomie ) zu entfernen.
Bei einer Proktokolektomie würde der Dünndarm direkt am After in Form eines Pouchs angenäht werden. Eine andere Option wäre den After komplett zu verschließen und dauerhaft mit einem künstlichen Darmausgang (Stoma) zu leben.
Der künstliche Darmausgang (Stoma) wäre im Fall der Proktokolektomie, wenn auch nur temporär, auf alle Fälle für einige Wochen zur Wundheilung notwendig.
Für mich kommt erstmal nur die teilweise Entfernung in Frage. Denn bei der kompletten Entfernung kann es zu Komplikationen kommen, die dann auch einen dauerhaften künstlichen Darmausgang erfordern.
Auch wenn ich durch die komplette Entfernung, die Wahrscheinlichkeit eines neuerlichen Tumors basierend auf den Gendefekt auf 0% bringe, ist mir die Gefahr auf Lebenszeit mit einem künstlichen Darmausgang zu leben einfach zu gross.
Es ist schon bei teilweiser Entfernung des Dickdarms mit Veränderungen zu rechnen, wie weicher und häufiger Stuhlgang. Aber damit schlage ich mich ja bereits seit sieben Jahren rum. Die Infiltration des Rektums durch den Prostatakrebs und die anschließende Bestrahlung in diesen Bereich, hatten seinerseits bereits dafür gesorgt.
Außerdem stellt ein künstlicher Darmausgang für einen Großteil der Patienten eine belastende Erfahrung da - etwas was ich nicht brauche.
Meine grosse Hoffnung ist nach dem Eingriff, ohne allzu grosse Einschränkungen weiter leben zu können. Und das kann ich aus meiner Sicht nur mit der teilweisen Entfernung erreichen.
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29. Juni 2026
Der dritte Harnverhalt brachte mich an einem Sonntag in die Notaufnahme der LMU Großhadern.
Es war viel los und nach etwas mehr als 5 Stunden ging ich mit einem Katheter wieder nach Hause.
Zudem wurde ein Harnwegsinfekt festgestellt, was den behandelnden Arzt dazu bewegte mich gleich im KH belassen zu wollen. Was ich jedoch ablehnte, da ich am darauffolgenden Montag sowieso gleich wieder in der Klinik bin, um über das MRT Ergebnis zu sprechen.
Vorgehen aktuell: erstmal muss die Urinkultur angelegt werden, um das richtige Antibiotikum ermitteln zu können. Das weiß man am Donnerstag. Dann wird die Schiene am darauffolgenden Dienstag gewechselt (muss aufgrund des Harnwegsinfekt!).
Es wird dann geschaut ob eine neue Harnleiterschiene eingesetzt werden muss oder ob darauf verzichtet werden kann. Das wäre immerhin ein positiver Nebeneffekt in diesem ganzen Harnverhalts-Dilemma.
Was die Ursache des mehrfachen Harnverhalts war bzw ist, weiss man noch nicht. Aber durch den Schienenwechsel, kann zumindest die Harnröhre, der künstliche Schließmuskel und die Anastomosenstriktur genauer angeschaut werden. Vielleicht lässt sich daraus ein Schluss ziehen.
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30. Juni 2026
Im zuge der Verlaufskontrolle wurde ein MRT vom Abdomen veranlasst.
Wer kennt es nicht: in der Zeit des Wartens wird man zunehmend nervöser. Jedes Wehwehchen wird mit einem negativen Gedanken befüttert. Ob man will oder nicht. Die Psyche ist in Dauerbelastung.
Egal wie. Das Ergebnis ist positiv. Keine befallene Lymphknoten und keine Metastasen gefunden. Es gibt nichts besseres Ergebnis.
Nur mein 3. Harnverhalt trübt das ganze ein wenig. Sollte es eigentlich nicht, tut es aber. Zumal ich jetzt einen neuerlichen KH Aufenthalt gewonnen habe und das im aktuellen Brutkasten (andere nennen es den Toaster) von München (LMU Großhadern).
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