
Nachdem meine Mutter mit schwerer Demenz Anfang des Jahres verstarb, hoffte ich erstmal auf eine ruhigere Zeit, eine Zeit zur Erholung.
Ich fing mit kleineren sportlichen Aktivitäten zu Hause an. Ich fühlte mich fit und wir waren im September mit der Familie, Freunden, Hunden und Motorrad in Südtirol. Wir genossen die Zeit.
Wieder zu Hause bemerkte ich dann Blut im Urin. Also ging es wieder zum Urologen. Leider war mein Urologe bereits in Rente gegangen - er empfahl mir seine Nachfolgerin.
Sie veranlasste gleich eine weiterführende Untersuchung in der Klinik, da eine Blasenspiegelung nicht ausreichte. Sie bemerkte anhand eines CTs, welches ein halbes Jahr im Rahmen der Nachsorge des Dickdarmtumors durchgeführte wurde, Hinweise auf ein Problem im Nierenbecken. Auch sie hatte gutenKontakte zur Klinik, so dass ich schnell zu einer Untersuchung kam.
Sie sollte recht behalten!

-> der bisher "harmloseste" Tumor!
Ein Urothelkarzinom stellt ebenfalls ein geringeres Erkrankungsrisiko für Betroffene des Lynch-Syndroms dar. Das Risiko beginnt ab 50 Jahren mit knapp 2% und steigt im Alter von 75 Jahren auf rund 16% an.
Sollte es beim low-grade bleiben, dann kann die Niere erhalten bleiben. Aufgrund meines Gendefekts (HNPCC bwz. Lynch-Syndrom) hat dies die höchste Priorität. Eine Niere bei einem low-grade zu opfern wäre sinnlos.
Bei der geplanten Behandlungsmethode wird das Tumorgewebe in einem endoskopischen Eingriff per Laser thermisch zerstört. Aufgrund der Größe des Tumors muss diese Behandlung mehrfach, im Abstand von ein paar Wochen, wiederholt werden. Jedesmal stationär im Krankenhaus und unter Vollnarkose.
Sollte diese Behandlung (Laserung) nicht zum Erfolg führen, oder sich noch ein high-grade Tumor im Nierenbecken verstecken, dann muss die Behandlung sowieso angepasst werden. Im Fall eines high-grade müsste die Niere (samt Harnleiter) entnommen werden. Dies wird als Nephroureterektomie bezeichnet.
Diagnose
2. Laserung
3. Laserung
4. Laserung
5. Laserung
geplantes MRT
geplante Re-URS