Trauer

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18. April 2017

RIP Patrik
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In diesen schweren Stunden
besteht unser Trost oft nur darin,
liebevoll zu schweigen und
schweigend mitzuleiden.

Mehr fällt mir nicht ein, denn der Schmerz sitzt tief und es stellt sich mir wieder die Frage nach dem Warum? Eine Antwort werde ich nicht erhalten, aber wieso wieder ein Mensch, so jung, so lebensfroh, so humorvoll?

Er war tapfer bis zum Schluß. Er war sich der Situation bewusst und wollte mit Anstand und in Ruhe abtreten. In dieser Hinsicht ein Vorbild für mich.

Am Ende ging es so verdammt schnell, es blieb ihm nicht viel Zeit. Er konnte seine letzten Träume auch nicht mehr erfüllen. Ich wollte mit ihm noch gemeinsam eine Zigarre quarzen und einen Whisky geniessen, aber auch das klappte nicht mehr.

Ich hoffe nur das sein letzter Wunsch, nämlich das er nicht als Ameise wieder geboren wird, erfüllt wird.



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30. Juni 2017

Die schönen Erinnerungen…
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"Die schönen Erinnerungen an eine Person kann niemand nehmen,
sie leben in dir weiter und zaubern dir in schweren Zeiten ein lächeln ins Gesicht"*

* von Unbekannt

Zwei Jahre sind nun schon vergangen, doch noch immer bist du und Tini präsenter denn je, zumal wir vor kurzen in New York waren und auf unseren gemeinsamen Spuren wanderten: Empire, Brooklyn Bridge, Times Sqaure etc.  Wir aßen wieder im Jackson Hole, den besten Burgerladen der Stadt, wie wir es schon seit Jahrzehnten machten.

Wir waren auch in Chapaqua und Kingston, unsere Heimat für einige Jahre.

Wir sahen auch viele neue Dinge in der Stadt, manche Dinge gibt es aber auch nicht mehr (zb WTC) an die wir tolle Erinnerungen haben. Weisst du noch als wir deinen 60. Geburtstag dort zelebrierten und ich euch von der geplanten Hochzeit mit Madeleine erzählte? Unvergessliche Momente, dir flossen in diesem Moment sogar die Tränen, so wie mir jetzt in dem Moment in dem ich das schreibe. Ein Kerl mit einer harten Schale, aber einem äusserst weichen Kern. Du und Karin haben uns soviel gegeben uns in jeder Situation, zu jeder Zeit bedingungslos unterstützt. Es gibt nicht viele Menschen, wie euch die sich so selbstlos und ohne Einschränkung für ihre Kinder einsetzen.

Eine tolle Eigenschaften, wie ich Sie selbst versuche mit unserem Sohn zu leben, denn es gibt nichts wichtigeres als eine Familie, die zu jederzeit bedingslos zueinander steht und sich gegenseitig unterstützt.

Ihr fehlt uns...



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16. Oktober 2018

Wieder ein Licht erloschen
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Leider sind wieder zwei Betroffene aus der Facebook Prostatakrebsgruppe in den letzten Tagen verstorben. Das schmerzt, insbesondere weil Mann so immer wieder vor Augen vorgeführt bekommt, zu was diese Erkrankung führen kann.

Gerade in solchen Situationen fallen mir dann die Phrasen ein, die ich zu Beginn meiner Diagnose erhalten habe. So hat zb der Hausarzt meiner Mutter zu ihr gemeint: "Wenn ich mir als Mann Krebs aussuchen könnte, würde ich Prostatakrebs wählen". Ja es ist richtig Prostatakrebs verläuft in vielen, vielleicht den meisten, Fällen gewissermassen harmlos. Aber in einigen Fällen eben auch nicht. Es mag die Absicht dahinter gesteckt haben, meine Mutter zu trösten und zu beruhigen. Aber heute empfinde ich dies als Hohn und Ignoranz.

Diese Ignoranz verspüre ich heute mehr denn je, speziell im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis. Es gibt nur noch wenige die heute noch mit Nachdruck und ehrlichem Interesse nach meinem Wohlbefinden fragen und über meine Situation sprechen. Aber ich traue dem nicht hinter her, ich habe gelernt Dinge auszublenden um diese nicht an mich rankommen zu lassen. Ich kümmere mich um Dinge die mir wichtig sind. Ich will Dinge hinterlassen die zu bleibende Erinnerungen führen, für die mir wichtigen Menschen um mich herum. Seien es Traumreisen zu unternehmen, sei es das Dach auszubauen, sei es seinem Sohn in der Erfüllung seiner Träume zu unterstützen. Ich will das Leben selbst gestalten und somit geniessen ohne zu sehr in Selbstmitleid oder Schmerz leben zu müssen. Nur so kann ich Erinnerungen erschaffen, die später vielleicht ein Lächeln ins Gesicht meiner Liebsten bringen.



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30. Juni 2019

Die „Grand Tour“
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2015 war unser Schicksalsjahr. Erst Schwester und Dad an Krebs verloren, bevor ich selbst damit konfrontiert wurde.

Nachdem das Grab meiner Schwester erst Ende 2018 fertig gestaltet wurde, war es jetzt ein passender Anlass für mich meine Mutter zu packen, um mit ihr das Grab meiner Schwester in der Nähe von Frankfurt zu besuchen.

Für mich das erste mal nach ihrer Beisetzung dort zu sein. Schwerer Schritt für uns beide. Aber für meine Mutter war es wichtig die Chance nochmal gehabt zu haben das fertige Grab ihrer Tochter sehen zu können. Wir wissen nicht ob sich in Zukunft nochmals die Gelegenheit dazu ergibt.

Am nächsten Tag dann noch meinen Dad, an seinem Todestag, besucht.

Ein Wochenende voller Erinnerungen, viele traurige aber auch schöne Erinnerungen.

Die Zeit hilft den Verlust erträglicher zu machen. Das gilt zumindest für mich, meine Mutter wird diese Verluste leider nie verarbeiten können. Dafür sind die Wunden zu tief.



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27. Dezember 2019

Meine Lieblingstante
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Eine große Unterstützerin während meiner Diagnose und Therapie hat uns verlassen.

Aus ihrer eigenen Erfahrung verstand sie mich und hat mich stets mit den richtigen Worten unterstützt bzw auch nur aufmerksam zugehört.

Es gab einen regelmäßigen zuweilen auch intensiven Kontakt. Ohne sie wäre mein Weg deutlich schwerer gewesen.

Jeder Krebspatient weiß wie alleine und unverstanden man sich in unserer Situation fühlen kann. Umso wichtiger solche Menschen um sich haben zu dürfen die nicht nur zuhören können, sondern dich auch verstehen.

Ich habe zum Glück nicht nur meine Tante, aber sie war ein wichtiger Teil.

Sie wird mir fehlen.



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