Familie

Die Unterstützung aus der Familie war immer sehr wichtig für mich. Am Ende bleibt oft nur die Familie übrig, weil Freunde oft nicht wissen wie sie mit der Diagnose und Situation umzugehen haben.

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9. April 2016

Im Schneckentempo ins Ziel
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Noch eine Woche, noch 5 Bestrahlungen dann habe ich es hinter mir. Das Ziel ist in Sichtweite, aber es bleibt erstmal nur ein Etappenziel.

Die vorletzte Woche zog sich, zumal ich die Auswirkungen nun doch immer mehr zu spüren bekomme. Der Darm und die Blase sind so überreizt, das ich mich fast täglich neuen Problemen stellen und bewältigen muss.

Der letzte Donnerstag war dann ein absoluter Horrortag.

Zuerst hatte ich bereits zum Mittag hin einen sehr weichen Stuhlgang, welcher sich nach in kürzester Zeit von 7 Toilettengängen mehr oder weniger zu einen flüssigen Stuhlgang entwickelte. Verbunden mit starken Reizungen und Schmerzen war ich bereits hier erschöpft und gezeichnet.

Am frühen Abend stellte dann der Katheter seinen Betrieb ein, d.h. Verstopfung! Langsam geriet ich in Panik, die Schmerzen wurden fast unerträglich. Eine Spülung musste her, nur wie? Madeleine rief den ärztlichen Notdienst und unseren Hausarzt an. Sie müssten erst schauen ob sie so eine Spülung in der Praxis haben. Die innere Unruhe stieg weiter. Mit meiner Geduld fast am Ende, musste Madeleine mich jammernd und fluchend ertragen. Selbst etwas hilflos und mit Angst, versuchte sie die Ärzte zu koordinieren.

Plötzlich merkte ich eine innerliche Entspannung. Zuerst etwas ratlos und dann überrascht stellte ich erleichtert fest das sich die Verstopfung irgendwie von selbst gelöst hatte und sich der Katheter wieder füllte. Innerhalb von 10 Minuten war er voll. Ein schönes Gefühl. Beruhigt wurden die Ärzte angerufen.

Nach dieser doch sehr heftigen Erfahrung, bin ich gleich am nächsten Tag im Anschluß der täglichen Bestrahlung zu meiner Lieblingsärztin in die Urologie gegangen. Hilfsbereit wie immer, gab sie mir gleich Hilfsmittel für eine Spülung mit nach Hause. Für alle Fälle.

Diese Hilfsmittel mussten wir dann heute am Samstag gleich anwenden. Denn nach meinem morgendlichen Stuhlgang, lief wieder nichts aus dem Katheter. Gequält und ungeduldig wie ich war, wurde der Katheter von Madeleine gespült. Nach einen Moment floss dann wieder Urin, obwohl wir das Gefühl hatten es falsch gemacht zu haben. Aber es hatte gewirkt.

Am Montag soll der Katheter erstmalig gewechselt werden. Ich hoffe das es dann erstmal wieder läuft und keine weitere Verstopfung auftreten wird. Wobei ich vor dem Katheterwechsel selbst ein wenig Respekt habe, da ich nicht weiß was mich genau erwartet. Aber ich hoffe es geht ohne weitere Komplikationen über die Bühne.



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20. Mai 2016

Wir vermissen dich, Dad
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Ich bin dankbar dafür das es mein Gesundheitszustand uns erlaubte zu meiner Mum ins schwäbische fahren zu können, um den Geburtstag meines Dads gemeinsam im engsten Familienkreis zu verbringen.

Es ist der erste nachdem er uns letztes Jahr verlassen hat. Der Gang auf den Friedhof war für uns alle schwer, viele Tränen.
Dennoch tat es uns allen gut diesen Tag gemeinsam verbringen zu dürfen.



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30. Juni 2016

In Gedanken bei dir… 
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Heute vor einem Jahr bist du in unseren Armen für immer eingeschlafen. Wir vermissen dich, sind aber auch gleichzeitig dankbar dafür, dir im Moment deines Abschieds ganz nah gewesen sein zu können.

Jetzt sind 365 Tage vergangen, aber es fühlt sich an als wäre es gestern. Es ist viel passiert in diesem Jahr und du wärst auf deine Enkelkinder mega stolz. Sie entwickeln sich prächtig. Erst letztes Wochenende waren wir auf Robin's Abi-Ball. Es war sehr schön, aber wir haben zwei Personen in unserem Kreise schmerzlich vermisst.

Es ist leider vieles nicht mehr so wie es war und es wird auch nie wieder so sein wie früher, aber wir schauen auch positiv in die Zukunft und sehen hoffentlich bald wieder glücklicheren Tagen entgegen.



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28. Juli 2016

Happy Birthday, Muddern, Karin, Omi 
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Ein Kurzbesuch zum Geburtstag in Stuttgart.

Eigentlich wollte ich als Überraschungsgast auftauchen, aber ich habe mich im Vorfeld ein wenig verplappert, so dass der mütterliche Instinkt diesen Besuch erahnen ließ.

Nachdem aber während unseres morgendlichen Geburtstagsständchens am Telefon auch ein paar Tränen flossen, teilte ich ihr mir das ich komme. Da Sie nicht ganz sicher war und leider kein anderer Verwandte sich angemeldet hatte, war sie doch ein wenig traurig.

Mein Besuch tat ihr und mir sichtlich gut. So konnte sie und ihre Freunde sehen, dass es mir gut geht. Das die positiven Werte so langsam auch eine positive Auswirkung auf mein äußeres und meiner allgemeinen Verfassung haben.

Ich liebe dich Muddern ❤️ und wir schaffen das gemeinsam 🙂



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29. August 2016

Alles irgendwie anders
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Letztes Jahr bin ich noch voller Lust und Laune ua mit meinem Sohn in den Pool gesprungen, habe mich rausgeschwungen, wieder reingesprungen, Arschbombe hier, Köpfer dort usw.

Jetzt fühle ich mich wie ein alter Sack. Komme kaum mehr über den Poolrand raus. Ballspielen strengt an. Falle aus der Hängematte (zu dumm um das Gleichgewicht zu halten), Rippe geprellt. Mein Penis schmerzt, vlt auch eher ein Jucken. Vom Baden ohne Einlage - zuviel neue Reize? Ziehen im Bein. Oh mann. Gedanken kreisen. Blödsinn mir geht es gut. Manchmal rede ich es mir vlt auch nur ein das es mir gut geht. Nein, mir geht es gut. Bin halt etwas schwächer bzw. schneller angeschlagen und die Erholungsphase dauern länger.

Blöd nur weil ich mit meinem Junior einfach toben will. Aber er wird stärker und ich schwächer, eigentlich normal, aber doch spürbarer als wenn ich normal "altern" würde. Möchte ein starker, vorallem auch körperlich starker Papa für ihn sein, aber es fällt mir schwer. Kann Stärke zunehmends nur aufs mentale vermitteln.

Insofern gilt es für mich die Situation einfach zu akzeptieren und noch zu erlernen.



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