Aktuell überschneiden sich die Kontrolltermine für zwei meiner drei Baustellen: Darm und Nierenbecken.
Das bedeutet drei Wochen volle Konzentration auf die Gesundheit: Zuerst ein CT. Eine Woche später die Magen-Darmspiegelung. Wieder eine Woche später eine Re-URS (Endoskopie Harnleiter). PSA-Wert wird nebenbei auch noch ermittelt.
Leider nur 3 von 4 Untersuchungen waren positiv:
- ✅ CT
Keine sichtbaren Tumore oder Rezidiv! - ✅ Magen-Darmspiegelung
keine Polypen, so dass der Untersuchungsintervall jetzt wieder auf 12 Monate erhöht wird! - ❌ Re-URS
Leider war an der bereits auf Niveau behandelten Stelle wieder eine Erhöhung sichtbar. Eine erneute Laserung deshalb notwendig! - ✅ PSA
Ist weiter unter der Nachweisgrenze, somit ist der Prostatakrebs ebenfalls weiterhin eingedämmt.
Entwarnung bei der Magenspiegelung
Besonders vor der Magenspiegelung hatte ich im Vorfeld ein mulmiges Gefühl. Die Erleichterung danach war groß: Außer eine leichte Entzündung der Magenschleimhaut gab es keine auffälligen Befunde.
Es ist erstaunlich, wie sehr einem die eigene Psyche einen Streich spielen kann. Man meint, körperliche Symptome ganz deutlich zu spüren, die sich am Ende als unbegründet erweisen. Aber am Ende gilt: Der Kopf macht einen zwar manchmal verrückt, aber das ist mir tausendmal lieber als eine böse Überraschung.
Dämpfer bei der Re-URS: Ein gemischtes Ergebnis
Im Gegensatz zur Magenspiegelung bin ich die Re-URS (Harnleiter-Endoskopie) eigentlich sehr optimistisch angegangen. Leider gab es hier einen kleinen Rückschlag: Es wurde doch wieder etwas entdeckt.
Die aktuelle Einschätzung der Mediziner: es besteht die Hoffnung, dass sich die Situation erst noch „einspielen“ muss. Es ist möglich, dass beim nächsten Termin kein neues Wachstum mehr zu finden ist.
Fakt ist jedoch: eine absolute Gewissheit kann mir aktuell niemand geben.
Nach dem positiven Kopfkino der Vorwoche ist das natürlich ein Dämpfer. Es bleibt ein Spiel auf Zeit und die Erkenntnis, dass bei der Nachsorge eben doch alles offen bleibt, bis der Befund steht.
Die Konsequenz: Das Thema Nierenentfernung steht wieder im Raum
Durch diesen erneuten Befund rückt eine Option wieder näher, die ich eigentlich gehofft hatte, hinter mir gelassen zu haben: die Entfernung der Niere (Nephrektomie).
Was das für mich bedeutet:
- Die Ungewissheit bleibt: Ob es beim nächsten Mal tatsächlich „ausgeheilt“ ist oder ob das Wachstum weitergeht, lässt sich nicht mit Sicherheit vorhersagen.
- Die harte Realität: Sollte sich die Situation nicht stabilisieren, wird der operative Eingriff zur Entfernung des Organs irgendwann unumgänglich, um das Risiko einer weiteren Ausbreitung zu minimieren.
Es ist ein Wechselbad der Gefühle. Während die Magenspiegelung für Erleichterung sorgte, fordert die Niere nun wieder meine volle mentale Stärke.
Jetzt heißt es erst einmal: Abwarten, die Nerven behalten und den nächsten Schritt mit den Ärzten genau planen.



