Während der Krankschreibung bleibt das Arbeitsverhältnis bestehen, sodass eine Auseinandersetzung mit dem Arbeitgeber unvermeidlich bleibt. Zunächst verhielt sich der Arbeitgeber korrekt; im weiteren Verlauf kam es jedoch zu Vorkommnissen und unangemessenen Äußerungen. Das Unternehmen ging schließlich insolvent – natürlich nicht verursacht durch meine Abwesenheit, sondern durch mangelnde Führungskompetenz des Managements, das mir gegenüber zudem wenig empathisch agierte.
14. März 2026
Neulich war die Beisetzung eines ehemaligen Kollegen. Herzstillstand mit 65 Jahren. Ein paar Monate vor dem Ruhestand. Tragisch.
Dort sah ich nach knapp vier Jahren einige meiner alten Kollegen wieder. Unter diesen Umständen war das Treffen alles andere als erfreulich, dennoch tat es mir im Prinzip gut, sie zu sehen. Man lud mich ein, einer privaten Gruppe beizutreten, die sich ein- bis zweimal im Jahr trifft.
Ich habe abgelehnt.
Warum? Weil die kurzen Gespräche vor und nach der Beisetzung mich leider zu sehr an die toxische Beziehung zu meinem ehemaligen Arbeitgeber erinnerten. Die Kollegen tragen keine Schuld daran, aber meine negativen Erinnerungen an die Firma sind untrennbar mit ihnen verknüpft. Die Wunden sind noch nicht geheilt, werden es vielleicht auch nie. Ich fühlte mich innerlich zerrissen, überflutet von negativen Erinnerungen. Ich ließ mich verleiten über die negativen Dinge von damals zu sprechen. Das tat nicht gut.
Einige Beiträge aus jener Zeit habe ich nie veröffentlicht. Lese ich diese Entwürfe heute, kommen alte Gefühle hoch und ich weiss wieder warum ich den Kontakt zu allen ehemaligen Arbeitskollegen abgebrochen habe.
Relevante Themen: