6. August 2026

Sprengung nach dem 5. Harnverhalt

Letzten Samstag wieder einmal Notaufnahme wegen Harnverhalt. Der insgesamt fünfte innerhalb von 2½ Monaten.

Am darauffolgende Donnerstag, also heute, wäre eigentlich der Termin zur Aktivierung des künstlichen Schließmuskels gewesen. Jetzt halt wieder Katheter ziehen und weitere Untersuchungen.

So fand u.a. eine Blasenspiegelung statt, um die Engstelle in der Harnröhre zu identifizieren. Es gibt zwei Ursachen:

1. Künstlicher Schließmuskel

2. Anastomosenstriktur

Zur Blasenspiegelung muss ich erwähnen, die Frauen kennen das vom Gynäkologen, liegst du breitbeinig vor dem Arzt. Für uns Männer sehr gewöhnungsbedürftig. Ich selbst bin es bereits gewohnt.

Die Vermutung derzeit ist das die Anastomose den Harnverhalt verursacht. Die Anastomose ist die - einfach gesagt - neue Nahtstelle, die nach der Entfernung der Prostata entsteht.

Diese Naht kann verkrusten und dadurch zur Engstelle werden. Das war 2016 bereits bei mir der Fall, als die Harnröhre während der Bestrahlung dicht machte.

Um die Bestrahlung nicht abzubrechen wurde mir damals ein Bauchdeckenkatheter gesetzt. Erst Monate später wurde dann die Striktur operativ entfernt.

Jetzt gibt es eine minimalinvasive Methode: Dazu wird ein Ballon in die Harnröhre eingeführt, welches mit Medikamenten beschichtet ist. Dieser Ballon bleibt ein Tag an der Stelle. Diese dient auch gleichzeitig als Katheter. Der Ballon dehnt bzw sprengt die Harnröhre und durch die Mikrorisse im Urothel wird das Medikament abgegeben, so dass hoffentlich eine mögliche Linderung eintritt und weitere Harnverhalte zukünftig vermieden werden können.

In 10 Tagen geht es dafür wieder ins Krankenhaus. Ich hoffe der Harnverhalt ist danach erstmal Geschichte!


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